Aussiger Bote 1976 - page 317

ihm
Anfang Juni 1946 ^la n g , zusammen m it seiner Fam ilie .nach W estxieutsdi-
land zu entkomm en. H ier fand er sehr bald im M annheim er Sunlkhtw erk, das
demselben Konzern angehört, ein neues Au^aibengabiet Er übemahm im 55.
Lebensijahr zunächst die Rediraiungskontrolle im M annheim er W erk und beklei­
dete in den folgenden. Jahren eine Reihe verantw orturrgsvoller Posten. Im Jahre
1951 keim te er sein 40jähriges D ienstjubiläum bei ein und derselben Firm a feiern
und am 31. 3. 1957 tra t er m it 65 Jahren in den Ruhestand, wenn .auch nur fü r
ganz kurze Z eit. Als freier M itarbeiter wurde er von der Hamburger Sunlieht-
Hauptverw alm ng fü r eine K ontrolltätigikeit Z'Urück.geholt, die er bis 1963 ausübte.
Em il Johann Doms w irkte daher über 50 Jahre, d. i. von 1911 bis 1963 bei dem
vorerwähnten Konzern.
Der Verblichene, der in M arm heim -Pfii^sübeig, Silvesterstraße 9, wohnte, w irkte
neben seiner beruflichen Tätigkeit auch an .der Ö ffentlichkeitsarbeit. Er war schon
in der alten H eim at in verschiedenen O rganisationen tätig, war in der neuen
H eim at als Vorstandsm itglied am Aufbau der Landsmaimschaift Sudetenland in
M annheim m aßgeblich beteiligt. 1956 wurde er vom Block der H eim atvertriebe-
nen als Kandidat bei der Gemeinderatswahl aufgestellt, jedoch schon 1950 in
den Wohmmgsausschuß der Stadt M annheim berufen, dem er zum W ohle der
Heim atrvertriebenen sechs Jahre angdbört hatte.
Der Verstorbene konnte seit 1946 seine geliebte H eim at Nordböhm en nicht
m ehr sehen, blieb ih r aber in seiner (geistigen H altung in n ig verbunden. Sein
Bekenntnis zum Deutschtum in Böhm'en seit seiner Jugend hat er bis zu seinem
Tode nie aufgegeben.
Einige W ochen vor seinem Tode konnte er noch am 18. Juni 1976 an der
Hochzeitsfeier seiner einzigen E nkelin Mag. phd. C hristine U m lauf m it Reinhard
Schmidt in M aria Enzersdorf bzw. M ödling bei W ien in froher Laune teilnehm en.
Nach M annheim zurückgekehrt, begab er sich am 6. Juli 1976 zur D urchunter­
suchung ins Krankenhaus, wo er am 21. Juli 1976 verstarb. Er hinte rläß t seine
zweite Frau Käthe, seine Tochter Erika m it Schwiegersohn D ipl.-K fm . D r. Hans
U m lauf, sowie seine Enkelin Mag. p h il. C hristine m it G atten Reinhard Schmidt.
Em il Johann Doms wurde am 23. Juli 1976 auf dem W aldfriedhof in M ann­
heim -Pfingstberg unter Beteiligung von vielen Freunden und Bekannten und
Vertretern der Landsmannschaft und der Sunlichtwerke begraben. Bürgerm eister
D r. Bruche cier Stadt M annheim spradi tiefem pfundene W orte des Abschieds
und des Gedenkens.
Den H interbliebenen wendet sich unser tiefem pfundenes M itgefühl zu.
t
Plötzlich und unerwartet verschied am 23. September 1976 unsere liebe Mutter,
Schwester, Schwägerin, Tante, Oma, Uroma und Cousine
Selma Stroppe geb. Quaiser
früher Karbitz, Rathausgasse 353
im 85. Lebensjahre.
in stiller Trauer:
Karl Knechtei und Frau Lydia
geb. Stroppe
im Namen aller Angehörigen
Braunschweig, Am Steinring 24
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1...,307,308,309,310,311,312,313,314,315,316 318,319,320,321,322,323,324,325,326,327,...402
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