Aussiger Bote 1983 - page 3

Schreckenstein feiert dreifaches Jubiläum
— Fortsetzung —
III.
Vorsitzender des Preisgeridits war Gemeindevorsteher Dir. Alfons Simmidi.
Das Preisgericht tagte in der Zeit vom i8. 2. bis
6.
3. 1931 in sieben Sitzungen
m it einer Gesamtdauer von 39 Stxmden und legte auf folgende Gesichtspunkte
das Hauptgewidit:
Richtige Orientierung, klare Gnindrißlösung, leichte Verbindungsmöglichkeiteii
aller Räume, die beiden Schulen gemeinsam sind, unmittelbare Belichtung und
Belüftung aller Räume (auch Gänge, Aborte, Vorräume, Garderoben u. dgL), voll­
ständig störungsfreier Betrieb der Turnhalle, des Singsaales und des Gemeinde­
sitzungssaales, zentrale Lage der Bücherei, Direktionskanzlei, Zentralheizxmgs-
anlage usw., vollkommene Ausnützung des steilen Geländes bei geringster Erd­
bewegung, billigste und weitestgehende Erweiterungsmöglichkeit, Eingliederung
und Anpassung an die für diesen Ortsteil vorgeschriebene offene Bauweise, also
einwandfreie Einordnung in das städtebauliche Landschaftsbild.
Eingelangt waren 77 Entwürfe, preisgekrönt m it
dem
Betrag von je 5330 Kc
wurden die Entwürfe Nr. 49, Kennwort „Am Hang", Verfasser Ing. Arch. Wilhelm
Etzd und Arch. Emil Herbig, beide Aussig.
Nr. 56, Kennwort „Sol", Verfasser Ing. Walter Kindermann, Aussig und Ing.
Hermann Stein, Prag XII.
Nr. 57, Kennwort „Zet 12", Verfasser Ing. Hermann Stdn, Prag und Ing.
Walter Herrmann, Aussig.
M it 2000 Kc wurde der Entwurf Nr. 6, Kennwort „Zeitgeist", Verfasser Arch.
Franz Meretich in Karlsbad und m it locx? Kc der Entwurf Nr. 2s, Kennwort „Viel
Sonne", Verfasser Arch. Franz Kelnhofei in Prag XIX, angekauft.
D ie öffentliche Ausstellxmg der preisgekrönten fünf Entwürfe fand am 14. und
15. März 1931 statt.
Nach Ausarbeitung der Detailpläne durch Arch. W. Etzel wurde der Bau aus­
geschrieben und schließlich am 12. Juni 1931 um die Baubewilligung angesudit.
Dieses Ansuchen m ußte aber wiederum, so wie alle Vorersudien, am i. Juli 1931
urgiert werden, da m an schnellstens m it dem Bau, der als Notstandsarbeit durch­
geführt werden sollte, beginnen wollte. Am 2. Juli wurde die Kommission für
den II. Juli 1931 angeordnet und die langersehnte Baubewilligung erteilt. Nun
konnte m an endlich an den Bau schreiten, wobei durch ein volles Jahr eine große
Anzahl Arbeitsloser beschäftigt wurde. In 25 Sitztmgen wurde die Vergabe sämt­
licher Arbeiten von einem vom Gemeinderat gewählten Ausschuß vorbereitet.
Am 6. November 1932 war es soweit, nach jahrelangen zähen Bemühungen
konnte Gemeindevorsteher Direktor Alfons Simmich dieses schöne und wohl
modernste Schulbauwerk seiner Zeit offiziell eröffnen und als Arbeitsschule im
Siime und Geiste Pestalozzis tmd Dr. Kerschensteiners, zum Wohle einer wahren
Volkserziehung, der Bevölkerung Schreckensteins zur Nutzung übergeben.
Der Bürgerschule zur Dienstleistung zugewiesen wurden: Rudolf Rudeck, prov.
Direktor; Ferdinand Pietsch, definitiver Fachlehrer; Rudolf Steppan, def. Fach!.;
Engelbert Pawlik, prov. Faclal.; Josef Sandner, prov. Fachl.; Anton Krause, def.
Lehrer; Robert Blumentritt, Lehrer o. B.; Albert Schickei, Aushilfslehrer; Alma
Biberle, prov. Fachl.; Margarete Kempf, Lehrerin o. B.; Herta Melzer, Aushilfsin.
für weibl. Handarbeiten. Als Religionslehrer wirkten: Josef M ank für katholische
1,2 4,5,6,7,8,9,10,11,12,13,...384
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