Aussiger Bote 1989 - page 10

D I E H O F F N U N G
Sobald ein M ensdi die W elt betritt
begleitet ihn auf Sdiritt und Tritt
— die Hoffnung —
Als Kleinkind in der Eltern Jdut
geht es ihm meistens noch recht gut.
doch wünscht er manches sich gar oft
— und hofft
Geht dann die Zeit des Lernens an,
kommen schon Sorgen dann und wann.
Das Leben macht es ihm nicht leicht,
der Mensch
—er
hofft
—,
daß er’s erreicht.
Und kommt dann endlidi ihm die Zeit
für all des Lebens Herrlichkeit,
so bleibt doch mancher Wunsch noch offen
er kann nur hoffen —
G ar sdinell vergeht so Jahr um Jahr,
der Daseinskampf zehrt an der Kraft,
der Mensch wird müde, — doch er hofft —
daß er es
noch recht
lange schafft.
So mancher Sturm hat ihn gebeugt
und mandies Glück hat ihm geladit,
doch
jeder W eg hat mal ein Ende
ehe hastend es der Mensch bedacht
und nur die
Hoffnung
ganz allein
wird bis zum Schluß ihm Stützei sein.
.
Der
Herr, der uns das Leben gab,
sdienkte sie uns als Wanderstab,
um in guten und irhsdiweren Tagen
das S^id<sal tapfer zu ertragen.
Erst wenn
D/ch
trifft des Schöpfers Blick,
voll Dank die Hoffnung gib zurück.
Du'braudist nicht mehr zu hoffen,
der Himmel steht Dir offen.
Franziska Beck, Am Reisenbrook 39e, 2000 Hamburg 67
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