Aussiger Bote 1989 - page 3

Die Aussiger Straßenbahn
Von Anton Schlupek
— Fortsetzung und Schluß —
Der Wagenpark
Entsprechend den Netzerweiterungen wuchs auch der Wagenpark. In den
ersten Jahren ihres Bestehens verfügte die Aussiger Straßenbahn über 20 ver­
hältnismäßig kleine Triebwagen. Sie hatten offene Plattformen, ca. 35 Fahr­
gastplätze und waren mit nur einem Motor ausgerüstet Die Plattformen wur­
den verhältnismäßig spät verglast in zwei verschiedenen Ausführungen. Ein
Teil der Wagen wurde in den 20er Jahren modernisiert., erhielten ein Tonnen­
dach und einen zweiten Motor. Dessenungeachtet wurden diese ältesten Wagen,
bereits während des Ersten Weltkrieges beginnend, nach und nach zu Bei­
wagen unter Beibehaltung ihrer alten Nummern umgebaut, als welche sie noch
bis zur Betriebseinstellung ihren Dienst versahen.
Die erste Neubesdiaffung von Fahrzeugen erfolgte, bedingt durch die Netz­
erweiterungen, in den Jahren 1909 bis 1912. Sie umfaßte 10 Triebwagen mit
halbgeschlossenen Plattformen und einem Fassungsvermögen von ca. 50 Per­
sonen; 4 Wagen davon waren für die Tellnitzer Linie bestimmt, zu denen
4 Beiwagen gleicher Größe in etwas leichterer Bauart kamen. Für die Netz­
erweiterung während des Ersten Weltkrieges wurden 5 weitere Triebwagen
ähnlicher Bauart, aber ohne eigenes Fahrgestell, ferner 5 Gütertriebwagen
.sowie 5 vierachsige (vermutlich gebrauchte) Sommerbeiwagen beschafft. (Alle
übrigen Wagen der Aussiger Straßenbahn waren Zweiachser.)
Beiwagen ex Krefeld in Podcau bet der Ausstellung 1924
1,2 4,5,6,7,8,9,10,11,12,13,...400
Powered by FlippingBook